Stakeholder Matrix

Mit der Stakeholder-Matrix kannst du in komplexen Projekten und Change-Prozessen den Überblick über verschiedene Interessensgruppen und Schlüsselpersonen behalten. Mit diesem Überblick lassen sich dann unterschiedliche Strategien für die Kommunikation und den Umgang mit den Interessengruppen entwickeln.

Das ist das Tool

Als Stakeholder werden “interessierte Parteien” bezeichnet. Wir sprechen also von Personen und Interessensgruppen, die von einem Projekt betroffen und/oder daran beteiligt sind. Solche interessierten Parteien können sein:

  • die Mitarbeiter
  • die Kunden
  • die Zulieferer
  • der Staat
  • die Geschäftspartner
  • die Öffentlichkeit
  • die Nachbarn
  • die Marketingabteilung
  • der Vorstand

Variante 1

Die einzelnen Stakeholder können nun kategorisiert werden. Eine Möglichkeit ist es, sie nach Stärke des Interesses zu sortieren. Eine Null bekommt, wer kein Interesse hat; eine Zehn steht für besonders großes Interesse. Eine zweite Möglichkeit ist, die Stakeholder  nach ihrer Einflussstärke auf das Projekt (Macht über den Projektverlauf) einzuteilen. Kein Einfluss wäre eine Null und maximaler Einfluss eine Zehn.

Variante 2 

Diese Stakeholder-Matrix teilt die Frage nach dem Interesse am Veränderungsprojekt in Ablehnung und Unterstützung ein, in Bezug gesetzt zum Einfluss auf das Projekt.

Die Strategien, die sich aus der Anordnung in dieser zweiten Matrix ableiten lassen, sind vielseitig. Zum Beispiel könnten ablehnende Gruppen überzeugt und zu Befürworten gemacht werden. Befürworter mit wenig Macht könnten gestärkt werden, damit sie mehr Einfluss bekommen.

All diese Überlegungen sollten in die Planung des Change-Prozesses – die sogenannte Change-Architektur und das Change-Design – einfließen. Darauf aufbauend, kann ein Kommunikationsplan entwickelt werden, der zielgruppengerecht über die verschiedenen Projektphasen hinweg informiert und den Dialog fördert.

So kannst du es anwenden

(Die einzelnen Arbeitsschritte kannst du unter “weitere nützliche Links” auch als PDF-Arbeitsvorlage herunterladen.)

Schritt 1

Die erste Aufgabe in der Stakeholder-Planung ist es, diese zu identifizieren. Nimm dir also einen Moment Zeit und notiere alle Stakeholder, die von dem Projekt betroffen sind, die daran beteiligt sein sollen oder Interesse daran haben könnten.

Schritt 2 

Überlege dir nun, welche der beiden Varianten du anwenden möchtest und markiere die Positionen der Stakeholder.

Schritt 3 

Für die wichtigsten Stakeholder kannst du nun deine Strategie und die nächsten Schritte definieren.

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