Was ist die Theorie U?
Die Theorie U ist ein FĂŒhrungs- und Transformationsansatz, der von Otto Scharmer entwickelt wurde. Die Struktur folgt der einfachen Timeline aus Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Sie zielt darauf ab, FĂŒhrungskrĂ€fte und Teams dabei zu unterstĂŒtzen, zukunftsorientierte und nachhaltige VerĂ€nderungen in Organisationen zu bewirken.
Ziele und zentrale Elemente
Zentrale Elemente sind:
Das Erkennen des Ist-Zustands und die Offenheit fĂŒr neue Perspektiven (offene Geisteshaltung).
Das Erkunden der eigenen Wahrnehmungen, um verborgene Potenziale und Hindernisse zu identifizieren.
Die Entwicklung einer Vision, die auf den BedĂŒrfnissen aller Beteiligten basiert.
Das Nutzen von KreativitÀt und Innovation in den Entscheidungsprozess.
Die Umsetzung von VerÀnderungen durch eine Kombination aus reflektivem Denken und proaktivem Handeln.
Dieser Prozess soll FĂŒhrungskrĂ€fte und Teams in die Lage versetzen, transformative VerĂ€nderungen zu initiieren, die sowohl individuelles als auch organisatorisches Wachstum fördern.
Die 7 Phasen der Theorie U
Die von Otto Scharmer entwickelten Phasen der Theorie U lassen sich wie folgt beschreiben:
1. Downloading â Sammeln, was ist
Sammeln, was ist. Das schafft Transparenz ĂŒber die vielen aktuellen Themen.
Das Verharren in alten Denk- und Verhaltensmustern erkennen.
Begrenzte Wahrnehmung und Reflexion aufdecken, die auf vergangenen Erfahrungen basiert.
2. Sensing â Innehalten und Ăffnen
Zur Ruhe kommen und den Geist fĂŒr neue Informationen und Wahrnehmungen öffnen.
Erfassen der aktuellen RealitÀt ohne vorgefasste Urteile.
3. Hinschauen â neue Möglichkeiten erkennen
Erkennen, was sonst noch möglich ist oder Einfluss hat.
Vertiefte Reflexion und bewusstes Wahrnehmen von Möglichkeiten jenseits der vergangenen RealitÀt.
Entstehende Klarheit und Bewusstsein fĂŒr das Potenzial neuer Wege und Lösungen.
4. Loslassen â Raum fĂŒr Neues schaffen
Die Vergangenheit hinter sich lassen.
Die Gegenwart und den gegenwÀrtigen Moment verinnerlichen.
Loslassen unerfĂŒllbarer Ziele und SehnsĂŒchte. Loslassen von alten GlaubenssĂ€tzen. Loslassen alter Gewohnheiten.
5. Presencing â sich mit der Quelle verbinden
Die eigene Motivation wahrnehmen.Â
Sich mit der eigenen KreativitÀt verbinden.
Eigene StÀrken und Ressourcen aktivieren.
6. Creating â Visionen greifbar machen
Kommen lassen, Gestalt geben und ausprobieren, Ă€hnlich wie im Design-Thinking-Prozess.Â
Prototyping: die nĂ€chste Iteration eines Produkts oder des eigenen M.O. (Modus Operandi) entwickeln.Â
Aktive Gestaltung einer neuen Vision und Zukunftsperspektive.Â
Einbeziehung von KreativitÀt und Innovation, um eine neue RealitÀt zu schaffen.
7. Performing â VerĂ€nderung umsetzen
Verkörpern der neu gefundenen Lösungen, z.B. durch Embodiment, aber auch durch das Schaffen neuer Artefakte.Â
Konkrete Umsetzung der VerĂ€nderungen durch gezielte MaĂnahmen und Anpassungen. z.B. Starfish-Methode (Start, Stop, Continue, More, Less).
Interaktive und kontinuierliche Anpassung und Lernen, um eine nachhaltige Entwicklung und Wachstum zu gewÀhrleisten.
Ein Weg zu nachhaltigem Wandel
Diese Phasen bilden einen tiefgreifenden VerÀnderungs- und Transformationsprozess, der es Einzelpersonen, Teams und Organisationen ermöglicht, innovative Lösungen zu entwickeln und nachhaltiges Wachstum zu fördern.