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Coaching

Arbeit mit Submodalitäten – Submodalitätentausch

Der gezielte Submodalitätentausch ermöglicht es, innere Erlebensmuster wirkungsvoll zu verändern. Durch den bewussten Umgang mit feinen Sinnesunterschieden wird problematisches Erleben umstrukturiert – hin zu mehr Klarheit, Sicherheit und Ressourcen.

Teilnehmende sitzen im Kreis, Coaching-Methodenkarten und Modelle liegen auf dem Boden – gemeinsames Arbeiten an Konzepten und Prozessen.

Submodalitäten: Die feine Struktur des Erlebens

Submodalitäten sind die feinen Unterschiede in unseren Sinneskanälen, mit denen wir unsere inneren Erlebnisse strukturieren. In der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) gelten sie als zentrale Stellschrauben für die Veränderung von Erlebenszuständen. Der gezielte Submodalitätentausch ist eine wirksame Methode, um problematische Gefühlsmuster zu transformieren, neue Ressourcen zu aktivieren und nachhaltige Veränderung zu ermöglichen.

Das Konzept des Submodalitätentauschs

Submodalitäten beziehen sich auf die Qualitäten unserer Sinneswahrnehmungen in der inneren Vorstellung. Beispiele für visuelle Submodalitäten sind: Farbe, Helligkeit, Perspektive, Distanz. Zu den auditiven zählen Lautstärke, Tonlage oder Rhythmus und zu den kinästhetischen Temperatur, Bewegung oder Druck. Beim Submodalitätentausch werden zwei Situationen kontrastiv gegenübergestellt: eine „Problem-Erfahrung“ und eine „Lösungserfahrung“. Die Submodalitäten der ressourcenvollen Situation werden dann schrittweise auf das problematische Erleben übertragen, um eine innere Umstrukturierung zu ermöglichen.

Anwendung in fünf Schritten

  1. Ziel klären:
    Klient*in beschreibt eine Situation, in der ein anderes Erleben gewünscht ist (z. B. mehr Motivation, mehr Sicherheit).

  2. Zwei Situationen identifizieren:
    Problem-Erleben (z. B. „Unsicherheit im Meeting“)
    Lösungserleben (z. B. „Sicherheit auf dem Tennisplatz“)

  3. Submodalitäten erfassen:
    In jeweils entspannter Imagination ruft Klient*in die beiden Situationen auf.
    Coach fragt gezielt Submodalitäten ab (z. B. „Ist das Bild farbig oder schwarz-weiß?“, „Woher kommt das Geräusch?“).
    Antworten werden in einer Tabelle (links: Problem / rechts: Lösung) dokumentiert.

  4. Musterunterbrechung:
    Zwischen den Imaginationsphasen (z. B. aufstehen, sich bewegen).

  5. Submodalitätentausch durchführen:
    Klient*in stellt sich die Problemsituation erneut vor.
    Schrittweise Übertragung der Submodalitäten aus der Lösungserfahrung (z. B. „Stelle dir vor, wie Farbe in das Bild kommt.“).
    Kalibrieren der emotionalen Reaktion und ggf. anpassen.

Fallbeispiel: Vom Meeting zur Mitte

Ein Klient berichtet von seiner starken Unsicherheit in Team-Meetings. Gemeinsam mit dem Coach identifiziert er eine kontrastierende Ressourcensituation: sein selbstbewusstes Auftreten auf dem Tennisplatz.

In zwei Imaginationsphasen erfasst der Coach die Submodalitäten beider Szenen.
Im Meeting: graues, verschwommenes Bild, leise Stimmen, Druckgefühl in der Brust.
Auf dem Tennisplatz: helles, kontrastreiches Bild, dynamische Bewegungen, laute, klare Ansagen, Energie in den Beinen.

Im Submodalitätentausch werden diese Merkmale Schritt für Schritt auf die Vorstellung des Meetings übertragen. Der Klient erlebt eine spürbare emotionale Verschiebung hin zu mehr Stabilität und Handlungsfähigkeit.

Quellen und Referenzen

  • Andreas, Connirae & Andreas, Steve: Change Your Mind and Keep the Change (1987)

  • Bandler, Richard & Grinder, John: Frogs into Princes (1979)

  • Hall, L. Michael: Going Meta (2002)

  • Gunther Schmidt: Mögliche Ebenen von Trance-Erleben