Cookies 🍪

Diese Website verwendet Cookies, die Ihre Zustimmung brauchen.

Zum Inhalt springen
Coaching

Elevator Pitch

Egal, ob es sich um Kund*innen, Stakeholder oder das Team handelt – mit einem präzisen Elevator Pitch kannst du dein Anliegen in kurzer Zeit klar, authentisch und wirkungsvoll präsentieren.

Teilnehmende sitzen im Kreis, Coaching-Methodenkarten und Modelle liegen auf dem Boden – gemeinsames Arbeiten an Konzepten und Prozessen.

Kurzformate mit großer Wirkung

Der Elevator Pitch ist ein kurzes, prägnantes Überzeugungsinstrument. Das Ziel besteht darin, ein Produkt oder eine Person innerhalb von 30 bis 90 Sekunden so zu präsentieren, dass Interesse geweckt und ein Gespräch initiiert wird. Der Begriff leitet sich von der Vorstellung ab, jemandem während einer gemeinsamen Aufzugsfahrt eine Idee zu vermitteln. Für Coaches und Führungskräfte ist der Elevator Pitch besonders relevant, wenn es darum geht, Stakeholder, Kunden oder Partner für ein Anliegen zu gewinnen.

Ziel und Nutzen des Elevator Pitch

Ein guter Elevator Pitch vermittelt den Nutzen einer Idee oder eines Angebots auf den Punkt gebracht. Er soll Neugierde wecken, Überzeugung erzeugen und zu weiterem Austausch einladen. Gerade in Gesprächen mit Entscheidungsträgern zählen Klarheit, Relevanz und ein starker erster Eindruck.

Empfehlungen zur Formulierung und Wirkung

  • Fokussierung auf das Wesentliche: Weniger ist mehr.

  • Klar und verständlich formulieren, keine Fachbegriffe oder Buzzwords verwenden.

  • Emotional ansprechen: Menschen entscheiden selten rein rational.

  • Authentizität zeigen. Der Pitch soll zur eigenen Persönlichkeit passen.

  • Mit einem starken ersten Satz starten, der Aufmerksamkeit erzeugt.

Häufige Fehler

  • zu viele Informationen auf einmal

  • fehlender klarer Nutzen für das Gegenüber

  • kein klarer Handlungsimpuls oder "Call to Action"

  • monotoner oder unsicherer Vortrag

Strukturen für den Elevator Pitch - vier bewährte Modelle

1. AIDA-Modell

  • Attention: Aufmerksamkeit erzeugen (z. B. durch eine provokante Frage oder eine starke Aussage)

  • Interest: Interesse wecken durch Relevanz für das Gegenüber

  • Desire: Wunsch erzeugen, mehr zu erfahren

  • Action: Klare Handlungsaufforderung formulieren (z. B. Gespräch vertiefen, Termin vereinbaren)

Diese Struktur ist besonders geeignet, wenn ein Pitch marketingorientiert ist oder auf Verkaufs- oder Projektideen abzielt.

2. Golden Circle (Simon Sinek)

  • Why: Warum tue ich, was ich tue? (Sinn & Antrieb)

  • How: Wie gehe ich vor? (Vorgehensweise, Besonderheit)

  • What: Was genau biete ich an? (konkretes Angebot)

Diese Herangehensweise ist besonders wirksam für Coaches oder Führungskräfte, die aus ihrer Haltung heraus überzeugen möchten.

3. Problem-Lösung-Nutzen

  • Problem: Welches Problem existiert?

  • Lösung: Welche Lösung wird angeboten?

  • Nutzen: Welchen konkreten Mehrwert bietet diese Lösung?

Diese Struktur eignet sich besonders für Beratungs- und Change-Prozesse.

4. Heldenreise (Storytelling-Ansatz)

  • Ausgangslage: Wo startet die Geschichte?

  • Konflikt: Welches Hindernis tritt auf?

  • Wandel: Wie wird das Hindernis überwunden?

  • Ergebnis: Welche Veränderung wird erzielt?

Durch Storytelling entsteht eine emotionale Verbindung, was bei Visionen, Kultur- oder Veränderungsthemen hilfreich ist.

Anwendung des Elevator Pitch

Ein Elevator Pitch kann in vielen Kontexten eingesetzt werden:

  • in Meetings mit Stakeholdern zur Präsentation neuer Ideen

  • n Kundengesprächen zur Erläuterung von Angeboten

  • bei Netzwerkveranstaltungen oder Messen

  • in internen Change-Prozessen zur Mitnahme von Teams.

Die Vorbereitung ist entscheidend: Je klarer Zielgruppe, Ziel und Nutzen definiert sind, desto überzeugender wirkt der Pitch. Es empfiehlt sich, verschiedene Varianten zu entwickeln und diese situativ anzupassen.