5 kraftvolle Methoden für Planung, Reflexion und Lebensqualität
Tagebuch schreiben. Reflektieren. Planen. Dankbar sein. Wieder anfangen. Und dranbleiben.
Seit über 30 Jahren begleitet mich das Journaling – mal täglich, mal mit langen Pausen. Und doch bin ich immer wieder zurückgekehrt. Warum? Weil es wirkt. Es hilft mir, klarer zu denken, besser zu planen und mich persönlich weiterzuentwickeln. Vor allem aber macht es mich glücklicher Genau aus diesem Grund möchte ich heute fünf Methoden teilen, die sich für mich als die hilfreichsten erwiesen haben.
Diese Erkenntnisse basieren auf mehr als 5.000 Einträgen und werden seit fünf Jahren durch die Nutzung des Weekview Planner noch einmal verstärkt. Er ergänzt meine Selbstreflexion und Lebensplanung auf wunderbare Weise.
1. Zukunftstagebuch schreiben – Leuchttürme in die Zukunft stellen.
Inspiriert von Stephen R. Covey – „7 Habits of Highly Effective People“
Covey schlägt in seinem Buch vor, die eigene Grabrede zu schreiben. Diese Grundannahme finde ich allerdings etwas bedrückend. Darum schreibe ich einmal pro Quartal einen Eintrag, der in der Zukunft spielt – zum Beispiel an meinem Geburtstag oder am Jahresanfang in drei bis sieben Jahren. Dabei verwende ich die Gegenwartsform, als würde ich diesen Tag bereits erleben.
Ich beschreibe das für mich inspirierendste Szenario in allen Lebensbereichen:
Gesundheit
Finanzen
Beruf &persönliche Entwicklung
Freundschaften & Familie
Lebensfreude.
Sinn und Erfüllung
Diese Zukunftsvisionen wirken wie Leuchttürme: Sie geben mir Orientierung und Motivation. Nach Jahren macht es enorm viel Freude, die Zukunftsideen aus meiner Vergangenheit zu lesen. Ich stelle fest, dass sich viele meiner Ziele im Laufe des Lebens stark verändert haben, gleichzeitig merke ich aber auch, was im Kern für mich schon immer wichtig war und über die Jahre gewachsen ist.
2. Motivierende Ziele setzen - mit Optimismus und Selbstfürsorge
Die Vision des Zukunftstagebuchs ist für mich zwar sehr motivierend, sie bietet jedoch keinen Plan, wie die Ziele erreicht werden können. Deshalb gehört das Setzen von Zielen für mich zur Lebensplanung einfach dazu. Mit Motivation und Optimismus, aber auch mit deutlich mehr Selbstfürsorge als früher.
Meine erste Zielliste habe ich mit Mitte 20 geschrieben. Ich hatte gerade mein Studium in Los Angeles beendet und ein „Ultimate-Success-Seminar“ besucht. Unter den Teilnehmern entstand fast schon eine Art Wettbewerb des Größenwahns. Wer den Mount Everest nicht als Ziel hatte, plus Yacht und Ferrari, galt als nicht selbstbewusst genug. Zum Glück kann ich heute darüber lächeln und wähle Ziele aus, die meinem Leben Sinn und eine positive Entwicklung geben.
Ich formuliere Ziele für Jahr, Quartal, Monat, Woche und Tag.
Ich achte auf Ausgewogenheit zwischen Leistung und Erholung sowie Wunsch und Wirklichkeit.
Ich bin zufrieden, wenn ich nicht alles, aber das Wesentliche umsetze.
Ziele strukturieren meine Quartale, meine Monate und meine Wochen. Mein Umgang damit ist jedoch nicht zwanghaft, sondern entspannt.
3. Reflexion ist genauso wichtig wie Planung
Früher habe ich unerledigte Aufgaben einfach von Woche zu Woche verschoben. Das war ein frustrierender und wenig zielführender Copy-Paste-Teufelskreis.
Der Wendepunkt kam, als ich anfing, bewusst zurückzublicken, bevor ich neu plante. Heute frage ich mich zum Abschluss der Woche:
Was hat mich erfüllt und mir Energie gegeben?
Wovor habe ich mich gedrückt und es auf die lange Bank geschoben?
Was lerne ich daraus für die nächste Runde?
Diese Reflexion – so simpel sie klingt – hat meine Planung revolutioniert. Ich erlaube mir, Dinge loszulassen oder umzudenken. Und ich bin zufrieden, wenn ich die Hälfte meiner Ideen wirklich umsetze. Allerdings weiß ich inzwischen auch, dass ich meistens doppelt so viele Pläne schmiede, wie umsetzbar sind.
4. Die Woche mit dem PERMA-Prinzip planen
Inspiriert von Martin Seligman – Positive Psychologie
Für mich ist das PERMA-Modell ein echtes Geschenk. Es strukturiert meine Wochenplanung und -reflexion entlang von fünf positiven Lebensaspekten. Jede Woche stelle ich mir dazu folgende Fragen:
P – Positive Emotions: Was war erfüllend? Wofür bin ich dankbar?
E – Engagement: Für welche Ziele engagiere ich mich? Welchen Unterschied bringe ich in die Welt?
R – Relationships (Beziehungen): Welche Beziehungen inspirieren und stärken mich? Wie kann ich Beziehungen inspirierend und stärkend gestalten?
M – Meaning: Welchen Sinn gebe ich meinem Leben?
A – Achievements: Welche kleinen oder großen Erfolge darf ich feiern?
Diese Art der Reflexion ist nicht nur stärkend, sondern auch erdend. Sie holt mich aus dem „Funktionieren” heraus und bringt mich zurück zu dem, was zählt.
5. Der tägliche „Museumsmoment“
Inspiriert von Robert A. Emmons & John Strelecky
Jeden Tag halte ich einen besonderen Moment fest: etwas, das mein Herz berührt, mich überrascht oder zum Lächeln gebracht hat. Dieser Moment wandert in mein imaginäres Museum der wundervollen Erinnerungen.
Am Monats-, Quartals- und Jahresende entsteht daraus mein ganz persönliches „Best of“. Es ist kein Highlight-Reel wie in den sozialen Medien, sondern echte, kleine Schätze aus meinem Alltag, die die Rückblicke zu Momenten tiefer Dankbarkeit machen!
Diese Methode fördert:
Achtsamkeit
Dankbarkeit
Lebensfreude
Sie ist simpel, aber unglaublich wirkungsvoll. Sie zeigt mir immer wieder, dass auch an grauen Tagen und in schweren Phasen die Schönheit der Welt existiert.
Und was hat das alles mit dem Weekview Planner zu tun?
Ich habe keinerlei Verbindung zum Verlag, bin aber überzeugter Nutzer des „Weekview Business Planner A4”. Warum?
Weil er mir dabei hilft, all das umzusetzen:
Reflexion und Planung auf Wochen-, Monats- und Quartalsebene.
klare Vorlagen für Zielsetzung und Rückblick.
viel Platz für Gedanken, Ideen und Notizen.
separate Seiten für Projekte und Listen.
So habe ich meine Selbstreflexion und Lebensplanung immer im Gepäck – ganz gleich, ob ich zu Hause oder irgendwo auf der Welt unterwegs bin.
30 Jahre Journaling haben mich gelehrt, dass Veränderung nicht über Nacht passiert, sondern durch Gewohnheit, Reflexion und bewusste Planung.
Schreib mir gerne, welche Methoden dir guttun – oder wenn du Unterstützung in deiner Entwicklung suchst.
Häufige Fragen zu Journaling und persönlicher Entwicklung
Welche Journaling-Methoden unterstützen die persönliche Entwicklung besonders gut?
Methoden wirken dann nachhaltig, wenn sie Struktur und Reflexion verbinden. Zukunftstagebücher, Wochenrückblicke, eine realistische Zielplanung, das PERMA-Modell und Dankbarkeitsjournaling helfen beispielsweise, Klarheit zu gewinnen und die eigene Entwicklung bewusst zu gestalten.
Wie kann ein Zukunftstagebuch bei der Lebensplanung helfen?
Ein Zukunftstagebuch macht innere Leitbilder sichtbar. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Orientierung. Wer regelmäßig in die gewünschte Zukunft „hineinschreibt“, trifft Entscheidungen im Alltag klarer und bewusster.
Muss man täglich journalen, damit es sinnvoll ist?
Nein, denn Journaling entfaltet seine Wirkung nicht durch Häufigkeit, sondern durch Ehrlichkeit und Regelmäßigkeit. Viele Menschen profitieren bereits von wöchentlichen Reflexionen, sofern diese konsequent durchgeführt werden.
Warum sind Rückblicke im Journaling so entscheidend?
Ohne Rückblick bleibt Planung oft theoretisch. Reflexion zeigt, was wirklich trägt, wo Überforderung entsteht und was losgelassen werden darf. Sie ist der Schlüssel zu realistischer Selbstführung.
Wie unterstützt das PERMA-Modell Coaching und Selbstreflexion?
Das PERMA-Modell erweitert den Blick über Leistung hinaus. Es hilft dabei, jede Woche bewusst auf Emotionen, Beziehungen, Sinn und Erfolge zu schauen und somit die Lebensqualität systematisch zu stärken.
Welche Rolle spielt Dankbarkeit im Journaling?
Dankbarkeit lenkt den Fokus auf das, was bereits vorhanden ist. Durch kleine tägliche Einträge entstehen langfristig mehr Gelassenheit, innere Stabilität und Lebensfreude, ohne dass Probleme ausgeblendet werden.
Sebastian Quirmbach
Geschäftsführer | Business Coach | Ausbildungsleiter