Das Kotter-Modell

Kotters 8-Stufen-Modell ist ein Change Management Modell für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungsprojekten.

Das ist das Tool

Harvard Professor John Kotter forschte zu Beginn der 90er Jahren zum Thema “Erfolgsquote von Veränderungsprozessen”. Sein Artikel “Why Change Initiatives Fail” im Harvard Business Review (1991) wurde zu einem der meistgelesenen er beschreibt darin 8 Ursachen für das Scheitern von Veränderungsprozessen. Sein Buch “Leading Change” (1992) beschreibt wie diese 8 Ursachen vermieden werden und Change zum Erfolg geführt werden kann. Als zwei wesentlichen Kern-Ursachen fand er übrigens die Punkte:
Der Widerstand gegen die Veränderung unter den Mitarbeitern und
das Zurückfallen in alte Muster.

So kannst du es anwenden

Change-Management-Phasen nach John P. Kotter

  1. Dringlichkeit aufzeigen
    Zeige bei den Betroffenen und Beteiligten die Dringlichkeit der Verändeurng auf. Solange das Gefühl besteht “Wir haben ja noch Zeit…” wird niemand den Change zur Priorität machen. Die Kernbotschaft muss lauten: “Wir müssen JETZT etwas tun!”.
  2. Führungskoalition aufbauen
    Gleich zu Beginn sollte die richtige Mischung an Verantwortlichen gefunden werden. Das Führungsteam sollte die wichtigsten Stakeholdergruppen repräsentieren. So können die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen in der Führungsgruppe besprochen werden und Entscheidungen werden durch die Fürsprecher wieder in die verschiedenen Bereiche getragen.
  3. Vision und Strategie entwickeln
    Das Ziel des Change sollte klar sein. Es sollte motivieren und eindeutige Vorteile mit sich bringen. Entwickle also eine klare und starke Vision, die die aktuellen Risiken auflöst und die zukünftigen Chancen verwirklicht. Zeige den Weg zu diesem Ziel in Form von strategischen Meilensteinen auf.
  4. Die Vision kommunizieren / Freiwillige rekrutieren
    Die Vision muss nun ins Team getragen werden, damit die ersten Unterstützer an Bord kommen können. Du brauchst an dieser Stelle eine gute Mischung aus Klarheit: “Diese Veränderung ist wichtig und wir brauchen Eure Hilfe” und Flexibilität: “Auf welche Weise könntet Ihr am besten zur Veränderung beitragen?”.
  5. Hindernisse aus dem Weg räumen
    Veränderung heißt: neue Wege gehen. Neue Wege sind aber oft noch nicht klar, nicht gut ausgebaut und bringen manchmal überraschende Hindernisse mit sich. In dieser fünften Phase solltest du alles daran setzen, dass die Unterstützer des Change ihre Arbeit machen können und die Hürden aus dem Weg räumen.
  6. Kurzfristige Erfolge sichtbar machen
    Wenn die ersten Schritte getan sind wird oft erst deutlich, wie weit der Weg zum Ziel noch ist. Gerade auf den ersten Abschnitten ist es darum sehr wichtig die frühen Erfolge (Quick Wins) deutlich zu machen und gemeinsam zu feiern. Das bestätigt: “Wir sind auf dem richtigen Weg” und nimmt den Zweiflern den Wind aus den Segeln.
  7. Veränderung weiter antreiben
    Ab der Mitte eines Change-Prozesses wird Ausdauer immer wichtiger. Am Anfang war alles noch aufregend, jetzt ist Durchhaltevermögen, Fleißarbeit und Resilienz angesagt. Du kannst den Change hier unterstützen, indem du weiter motivierst, die nächsten Schritte deutlich machst und nicht zu früh den Fuß vom Gas nimmst.
  8. Veränderungen in der Unternehmens-Kultur verankern
    Auch wenn ein Change-Projekt abgeschlossen ist, kann es noch scheitern. Die Gefahr ist groß, dass Menschen in alte Muster zurückfallen, wieder zu alten System wechseln, oder schlicht vergessen, wie die neuen Regeln funktionieren. Achte also darauf, dass die Veränderung als Basis für das tägliche Arbeiten so lange aktiv genutzt wird, bis sie in Fleisch und Blut übergegangen ist.

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