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Coaching

Hypnosystemik

Hypnosystemik verbindet Hypnotherapie mit systemischem Coaching. Sie zeigt, wie Erleben durch innere Prozesse und äußere Kontexte entsteht – und wie Trancen dabei wirken.

Teilnehmende sitzen im Kreis, Coaching-Methodenkarten und Modelle liegen auf dem Boden – gemeinsames Arbeiten an Konzepten und Prozessen.

Ursprung und Entwicklung der Hypnosystemik

Gunther Schmidt, Volkswirt und Arzt fĂĽr psychosomatische Medizin und Psychotherapie, entwickelte den Ansatz der Hypnosystemik Anfang der 80er Jahre. Er verband darin seine Erfahrungen aus der Arbeit mit den Pionieren des systemischen Ansatzes in Deutschland mit den Erkenntnissen aus seinem Studienaufenthalt bei Milton Erickson in Phoenix, Arizona.

Hypnotische Phänomene und systemisches Arbeiten

Die Hypnosystemik kombiniert die Erkenntnisse der modernen Hypnotherapie nach Milton Erickson mit dem Verständnis von Wechselwirkungsprozessen im systemischen Coaching.

Die Kerneinsicht dieses Ansatzes lautet, dass menschliches Erleben immer von innen heraus entsteht. Die Umwelt liefert den Kontext und damit Einladungen. Das Erleben selbst (ob bedrohlich, motivierend, bereichernd oder einschränkend) entsteht jedoch erst durch die inneren Prozesse der Aufmerksamkeitsfokussierung und durch die Aktivierung unterschiedlicher neuronaler Muster. So entstehen beispielsweise Problemtrancen, Lösungstrancen, Autofahrtrancen, Musikhörtrancen usw.

Systemisch betrachtet stehen diese Phänomene in Wechselwirkung mit dem jeweiligen Kontext und wirken stabilisierend oder gar verstärkend auf den Kontext sowie auf das Tranceerleben.

Darum ist die Kernintervention der Hypnosystemik stets eine Unterschiedsbildung in diese Wechselwirkungsmuster hinein.

Erleben entsteht von innen – im Zusammenspiel mit dem System

Die Kerneinsicht des systemischen Ansatzes betont diese Wechselwirkungsprozesse und erweitert sie erstens auf die Wechselwirkungen zwischen den inneren Anteilen (den unterschiedlichen Seiten) des Coachees und zweitens auf die Wechselwirkungen in Bezug auf Ideen, Konstrukte und vieles mehr. So wird der systemische Werkzeugkasten fĂĽr die innere Arbeit der Coachees nutzbar.

Vertiefende und erweiternde Toolboxen

Die folgenden Toolboxen bauen auf dieser Toolbox auf: Sie greifen zentrale Konzepte auf, vertiefen spezifische Techniken oder erweitern den hypnosystemischen Ansatz um benachbarte Modelle.

  1. Emotionale Fitness

  2. Das Trance-Modell von Jeffrey Zeig

  3. Problemlösegymnastik (Gunther Schmidt)

  4. Milton-Sprache

  5. Metaphern in der Sprache

  6. SENOI-Technik

  7. Seitenmodell/Inneres Team

  8. Restriktionsmodell in der Zielsetzung und Handlungsplanung

  9. Das ICH in der Steuerungsposition

  10. Arbeit mit Submodalitäten – Submodalitätentausch

  11. Tetralemma-Arbeit – Denkräume erweitern

  12. Hypnosystemisches Soziogramm

  13. Timeline-Arbeit

  14. Beratertrance