Oder: Es kann nicht immer Sommer sein

„Sie können mir doch nicht erzählen, dass Sie das alles immer so hinkriegen!“ rief mir ein Seminarteilnehmer entgegen, nachdem ich über gute Angewohnheiten, tägliche Routinen und die zugehörige Disziplin gesprochen hatte.

Ich höre auch häufig Aussagen wie: „Ich hatte mal eine Phase, in der bin ich früh aufgestanden, habe Sport gemacht, meine E-Mails immer beantwortet und ich habe mich richtig gut gefühlt. Dann kam eine schwierigere Phase und ich habe meine guten Gewohnheiten aufgegeben. Heute schaffe ich es nicht, wieder damit anzufangen, obwohl ich weiß, dass es mir dann viel besser gehen würde.“

Genau so geht es mir auch. Und auch allen anderen Menschen auf diesem Planeten. Ich kann niemandem erzählen, dass ich alle meine guten Routinen immer so hinkriege, wie ich es mir wünsche.

Es gibt gute Phasen und schwierige Phasen. Es gibt Höhen und Tiefen. Manchmal fühlt man sich ganz oben, manchmal ganz unten. Wichtig ist, dass man lernt, die guten Phasen zu verlängern, und dass man für die schlechten Phasen eine Strategie hat, so dass „ganz unten“ nicht ganz so schlimm ist und nicht ganz so lange andauert.

Unsere Leistungsphasen sind so natürlich, wie die Jahreszeiten, ebenso sind es unsere Regenerationsphasen. Es wäre unsinnig, im Sommer wütend zu sein, dass man nicht Schlittenfahren kann und im Winter sauer, weil man in der Badehose friert.

In unseren Leistungsphasen können wir an den Rand unserer Komfortzone gehen, Höchstleistungen erbringen und über uns selbst hinauswachsen. Für die Regenerationsphasen brauchen wir dringend die Sicherheit der Komfortzone und wir sollten Routinen haben, um gut für uns selbst zu sorgen. Dann wird die Regerationsphase nicht zum Frust.

Hier 4 Tipps, um Leistungs- und Regenrationsphasen optimal zu nutzen:

  1. In der Leistungsphase: Sei dir bewusst, dass du gerade volle Leistung bringst. Pushe dich. Du kannst ruhig 100% geben, aber 110% sollten es nur in absoluten Ausnahmefällen sein.
  2. Gegen Ende der Leistungsphase: Erkenne deinen Erholungsbedarf früh genug. Je weiter du über deine Leistungsgrenze gehst, umso mehr Erholung wirst du brauchen.
  3. In der Erholungsphase: Gönne dir Regeneration. Aktivitäten mit Freunden oder Sport sind hervorragend zur Regeneration – aber nur, wenn du es genießen kannst und kein Freizeitstress daraus wird.
  4. Gegen Ende der Erholungsphase: Finde den richtigen Start in die nächste Leistungsphase. Egal, ob es der Start in den neuen Tag, die neue Woche oder der Start nach den Sommerferien ist. Setze ein klares Startsignal für dich selbst.

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